[ Dahab - 4. Monat ]


Nachdem es im Dezember und zu Beginn des neuen Jahres nicht besonders windig war, hat es in den letzten Wochen umso kräftiger geblasen. Da zu dieser Jahreszeit nicht besonders viele Touristen hier sind, hatte ich jede Menge Zeit, selber surfen zu gehen. Der Wind war immer so kräftig, dass ich in der Regel Segel zwischen 4 und 5 Quadratmetern gefahren bin. Gelegentlich wurde auch das 3.7er aufgeriggt und das kleine Waveboard fertiggemacht.



Der Wind kommt im Winter meistens erst gegen Mittag, sodass ich am Vormittag meine Anfängerschulungen durchziehen konnte. Anschließend ging es dann zusammen mit Olli, der in letzter Zeit lieber wieder windsurfen statt kiten geht, in die Baby Bay oder gelegentlich auch ins Wellenrevier. Bei einem kräftigen Wintersturm können die Wellen weiter draussen im Golf von Aquaba schon mal eine ordentliche Höhe erreichen. Allerdings bleiben die Dünungswellen ziemlich rund und eignen sich somit nur teilweise zum Springen.



Nach dem Surfen ging es dann wieder ab nach Masbat in unsere Bude. Abends haben Olli und ich im Ort günstiges Essen organisiert und anschließend haben wir uns, in der Regel ziemlich platt vom Surfen, ein Video reingezogen. Abendliche Ausflüge in die Bars von Masbat waren in den letzten Wochen eher selten, da diese aufgrund Touristenmangels nicht besonders prall gefüllt waren.



In der letzten Woche ist es allerdings wieder deutlich voller geworden in den Hotels und auch am Surfcenter. In den nächsten Tagen bekomme ich auch noch Besuch aus der Heimat - Markus und Christian kommen mich besuchen, damit wir mal wieder gemeinsam rocken können! Dann werden sicherlich auch die abendlichen Besuche in den Bars von Masbat wieder zunehmen...



Einen rabenschwarzen Tag erlebten Olli und ich am 8. Februar. Den ganzen Tag über war es bewölkt und immer mal wieder kamen einige Regentropfen vom Himmel - nach vier Monaten in Ägypten ist man solches Wetter echt nicht mehr gewöhnt. Nachdem ich am späten Nachmittag vom trostlosen Surfstrand wieder nach Hause kam, saß Olli ziemlich verstört in seinem Zimmer. Am Nachmittag ist aus der Steckdose in seinem Zimmer ein Blitz in die Deckenlampe aufgestiegen und hat diese -zusätzlich zu unserem Fernseher und seiner Playstation- zerstört. In der Strasse hatte es Probleme mit dem Strom gegeben und den ganzen Tag über gab es heftige Stromschwankungen. Am Abend hat es dann noch angefangen zu gewittern und kräftig zu regnen - am nächsten Morgen standen dann Teile unserer Bude unter Wasser - unter anderem Ollis Kleiderschrank...



Leider habe ich in den letzten Wochen kaum Bilder gemacht und somit kann ich euch auch keine neue Pics aus Dahab präsentieren. Damit der Bericht trotzdem nicht ganz ohne Bilder dasteht, hab ich einige ältere Bilder zusammengestellt...


Text: M. Frebel
Fotos: M. Frebel